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Terminologie – Wie beginnt ein Terminologiebeauftragter oder Terminologe am besten das Projekt Terminologiearbeit im Unternehmen?

Zuerst wird er eine Grundlage schaffen, und zwar in Form eines Terminologieleitfadens. Dies ist ähnlich wie bei einem Redaktionsleitfaden der technischen Redaktion und bildet als Regelwerk die Basis für die Terminologiearbeit. Nun ist u. a. definiert, wie Terminologie „geschrieben“ werden muss. Idealerweise entsteht ein solcher Leitfaden individuell für jede Sprache, mit der gearbeitet wird. Schließlich lassen sich beispielsweise deutsche Rechtschreibregeln nicht aufs Portugiesische übertragen.

Danach müssen die Prozesse definiert werden:

  1. Wie ist der Informationsfluss für die Neuanlage einer Benennung?
  2. Wie ist der Informationsfluss für die Änderung einer Benennung?

Weiterhin bildet man eine Stabsstelle als Ansprechpartner für alle Abteilungen. Sie setzt sich neben dem Terminologieverantwortlichen aus Mitgliedern von Abteilungen zusammen, an denen mit Terminologie gearbeitet wird oder an denen Terminologie entsteht (Konstruktion, Ersatzteilwesen, Marketing, technische Redaktion, usw.). Dieser Terminologiekreis kann auch international besetzt sein.

Ganz wichtig ist Kommunikation: es muss bekannt sein, dass es eine Terminologiestelle gibt, an die sich der Mitarbeiter mit Informationsbedarf wenden kann. Das kann über eine Intranetseite geschehen, in der der Terminologiekreis seine Ergebnisse veröffentlicht und alle Ansprechpartner mit Telefon und Mail-Adresse aufgeführt sind. Eventuell kann auch ein Intranet-Wörterbuch firmenweit zur Verfügung gestellt werden.

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