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Terminologie & Terminologiearbeit – Was sind typische Probleme mit dem Fachwortschatz in Unternehmen, der sogenannten firmeneigenen Terminologie?

Ein Unternehmen, egal ob ein Mittelstandsbetrieb oder ein größeres Unternehmen, exportiert Produkte, benötigt dafür technische Unterlagen und sonstige Dokumentation, betreibt Produktmarketing und unterhält einen Kundensupport.

Mit der Zeit stellt sich heraus, dass sich an einigen Stellen Kommunikationsprobleme ergeben. Nachfragen zur Klarstellung kosten Zeit, und Fehlbestellungen durch Verständnisirrtümer aufgrund von mehrdeutigen oder missverständlichen Produktbezeichnungen können ebenfalls eine Folge sein. In der Summe kostet alles Geld.

Oft liegt die Ursache bei der Terminologie, also bei Problemen mit dem Fachwortschatz des Unternehmens.

Dieser Wortschatz ist weder normiert, noch kümmert sich jemand darum. So gibt es dann oft große Vielfalt:

  1. Der Konstrukteur nutzt „Engineering-Rohbenennungen“, die ihm zur Arbeit genügen
  2. Die Werkstatt hat ihren eigenen Jargon, kurz und prägnant
  3. Das Ersatzteilwesen muss die Ersatzteile ebenfalls benennen; die „Konstruktions-Rohlinge“ helfen auch nicht immer weiter
  4. Das Marketing verwendet statt techniklastiger lieber wohlklingende Bezeichnungen, die das Produkt bewerben und dessen Vorzüge herausstellen sollen, usw.

So könnte die Situation kurz zusammengefasst aussehen. Ein Teil, eine Baugruppe, kann also nach diesem Beispiel von den vier Abteilungen vier verschiedene Bezeichnungen bekommen haben. Es ist nicht einfach, über Abteilungsgrenzen dann klarzumachen, von welchem Teil man denn nun spricht.

Zusätzlich gibt es das Problem auch noch in den Fremdsprachen, also in den Sprachen der Exportzielländer. Bei Großunternehmen können das 30 bis 40 Sprachen sein. Nach dieser Annahme könnte ein Teil bei 30 Sprachen rechnerisch 120 Benennungen haben. Vier in der Ausgangssprache, alle pro Sprache übersetzt, mal 30 Sprachen!

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